Am Sonntag Nachmittag konnte sich die SG VTB/Altjührden beim Pokalturnier gegen die TS Hoykenkamp und die HG Jever/Schortens II durchsetzen und zog am Ende doch überraschend mit 2 klaren Siegen vor 400 Zuschauern in die dritte  Runde des HVN/BHV Pokals ein.

Dabei waren die Vorzeichen alles andere als gut. Neben den 3. Langzeitverletzten Lukas Kalafut, Lasse Thünemann und Patryk Abram mussten auch Dennis Summa und Lukas Rüdebusch wegen Krankheit aussetzen. Zwar machte sich Kalafut mit seinem Mannschaftskameraden warm, ein Einsatz kommt jedoch noch zu früh. Dadurch standen nur 8 Feldspieler zur Verfügung. Ganz anders sah es beim Gastgeber aus Jever aus. Mit 16 Spielern angetreten machten sie schon im ersten Spiel des Tages gegen die TS Hoykenkamp deutlich, dass sie nichts dem Zufall überlassen wollten. Bereits zur Halbzeit war das Spiel beim Stand von 14:4 entschieden und Jever konnte dabei viele Leistungsträger schonen.  So saßen z. B.  die beiden ehemaligen Erstligaspieler Holger Eilts und Christian Kirschke nur hinter der Bank und auch Jan-Phillip Willgerodt und Kai Behrend bekamen lange Pausen. Mit dem 30:14 nach 40 Minuten gegen den eine Klasse höher spielenden Tabellenführer demonstrierten die AllStars ihre Klasse und Ambitionen auf das Weiterkommen.

Im 2. Spiel des Tages traf die SG VTB/Altjührden auf die TS Hoykenkamp. Trainer Christian Schmalz setzte von Beginn an im Angriff auf den 7. Feldspieler. Doch einen Vorteil konnten sich die Friesen dadurch nicht erspielen. Die Mannschaft aus der Landesklasse führte sogar mit 2:1, 4:3 und 8:7. Das lag zum einen an der miserablen Chancenverwertung, beste Positionen vom Kreis oder Außen wurden vergeben, zum anderen an der schwachen Abwehrarbeit. Hoykenkamp konnte mehrfach den Kreisläufer frei spielen und auch den gefährlichsten Angreifer Sebastian Rabe bekam die Vareler Deckung nicht in den Griff. „Wir wollten das 7:6 unter Wettkampfbedingungen testen. Wir spielen es auch nicht schlecht, die Chancen waren ja da, wir müssen nur die Bälle reinwerfen,“ so Schmalz nach dem Spiel. So ging es lediglich mit einer 10:9 Führung für den Oberligisten in die Kabinen. Nach der Pause zeigte der Favorit eine deutliche Leistungssteigerung und agierte in der Abwehr wesentlich beweglicher und konzentrierter. Dies führte zu leichten Ballgewinnen. Die daraus entstehenden Konter wurden zwar teilweise leichtfertig vergeben, trotzdem konnte man sich kontinuierlich bis zur 31. Minute auf 19:10 absetzen und letztlich auf Grund der verbesserten 2. Hälfte verdient mit 22:13 gewinnen.

So kam es im 3. Spiel zum erwarteten „Finale“ um den Einzug in die nächste Runde. Und vor imponierender Kulisse zeigten beide Mannschaften von Beginn an, dass sie dem Gegner alles abverlangen werden. Die Abwehrreihen auf beiden Seiten agierten äußerst robust und kompromisslos. Die Südfriesen führten nach 3 Minuten zwar mit 3:1, doch dann wurden Tore Mangelware. Immer wieder blieben die Mannschaften in der Deckung hängen oder scheiterten an den glänzend aufgelegten Torhütern Holger Eilts und Rasmus Ots. So stand es nach 15 Minuten 5:3 für den Oberligisten. Dann folgte eine starke Phase der Vareler, in der sie mit einigen gelungenen Kombinationen die Abwehr der Marienstädter aushebeln und ihre Führung bis zur Pause auf 8:4 ausbauen konnten. Die AllStars stemmten sich gegen die drohende Niederlage und investierten extrem viel, doch Rasmus Ots nagelte sein Tor zu, hielt freie Würfe von Außen, vom Kreis und einen 7 Meter. Am Ende hatte der Este 11 Paraden und damit eine Quote von über 50% überragende Werte in der Statistik stehen. Altjührden nutzte die Ballgewinne und erhöhte auf 12:6. Die Kreisstädter versuchten alles, wechselten den Torwart, versuchten es mit verschiedenen Abwehrformationen, warfen ihre komplette Erfahrung in die Waagschale, doch die Altjührdener erwiesen sich heute als zu stark. „Das war unsere beste Saisonleistung in einem Auswärtsspiel,“ zeigte sich Schmalz am Ende erleichtert und zufrieden. Am Ende verwaltete die SG VTB/Altjührden gekonnt den Vorsprung und zog mit einem 15:9 Erfolg verdient in die nächste Runde ein. Trainer Schmalz resümierte am Ende glücklich: „Heute haben die Jungs gezeigt, was in ihnen steckt. Jetzt müssen wir das nur noch regelmäßig in der Liga abrufen.“

Damit fehlen der SG nur noch ein Sieg in der 3. Runde, um das anvisierte Final4-Turnier des HVN/BHV-Pokals zu erreichen. Der Sieger dieses Pokals ist im Frühjahr berechtigt, gegen die Pokalsieger der anderen Landesverbände um den Amateurpokal zu spielen. dieses Finale findet im Rahmen des DHB-Pokal-Final4 in Hamburg statt. Weiter geht es für die Varel am Samstag mit einem Heimspiel in der Oberliga gegen die SG Achim/Baden.