Am Samstag ist die SG VTB/Altjührden Gastgeber des Finalturniers um den gemeinsamen Landespokal der Handballverbände HVN und BHV. Der Sieger qualifiziert sich für den deutschlandweiten Amateurpokal.

Spannung ist garantiert, wenn am Samstagnachmittag um 15:00 Uhr das erste Halbfinale des FinalFours um den HVN/BHV-Pokals angepfiffen wird. Dabei stehen sich die SG Börde Handball aus der Verbandsliga Niedersachsen und der Oberligist VfL Fredenbeck gegenüber. Für die SG Börde Handball, die aus der Nähe von Hildesheim anreist, sieht man das Turnier als Highlight und setzt sogar einen Fanbus ein. Dabei sind sie noch am Freitag in der Liga gefordert und treten als Tabellenzweiter beim punktgleichen Tabellendritten an und wollen mit einem Erfolg den Kontakt zur Spitze halten. Nicht nur deshalb geht der VfL Fredenbeck sicherlich als Favorit in die Partie. Der Tabellenfünfte der Oberliga Nordsee stellt eine erfahrene Truppe, mit vielen Spielern, die schon ein oder zwei Ligen höher gespielt haben. Um 16:30 Uhr wird dann das 2. Halbfinale angepfiffen. Hier trifft die heimische SG VTB/Altjührden mit dem TV 01 Bohmte auf einen Landesligisten. Die Mannschaft aus dem Osnabrücker Land ist sicher der Underdog des Turniers, hofft aber auf die Gesetze des Pokals. „Bohmte ist ein Landesligist und demnach steht es für uns außer Frage, dass wir besonders zu Hause gewinnen müssen,“ macht Trainer Christian Schmalz keine Umschweife. Auch wenn die personelle Situation der in der ganzen Vorrunde arg gebeutelten Varelern schon fast dramatische Züge annimmt. So fällt neben Kai Schildknecht und Lasse Thünemann weiterhin Dennis Summa mit Schulterproblemen aus. Des Weiteren sind die Einsätze von Aydrian Dröge und Finn Menne mehr als fraglich. Beide Youngster mussten unter der Woche mit Verdacht auf Bandscheibenvorfall zu einer MRT-Untersuchung. Eine Diagnose und eine entsprechende Prognose wird erst zum Ende der Woche erwartet. Ob Patryk Abram zu mehr als nur einem Kurzeinsatz fähig ist, muss auch erst mit der medizinischen Abteilung geklärt werden. Damit stellt sich die Mannschaft praktisch von alleine auf. „Doch Jammern bringt uns auch nicht weiter. Wir können das Turnier ja jetzt nicht abschenken. Wir werden alles mögliche reinhauen und werden sehen, was am Ende dabei heraus kommt,“ gibt sich Schmalz kämpferisch. Dabei kommt den Gastgebern sicherlich zu Gute, dass beim Finalturnier bei allen Spielen die Spielzeit jeweils 2x 20 Minuten beträgt. Sollte es nach 40 Minuten unentschieden stehen, gibt es sofort ein 7-Meter-Werfen. Die beiden Sieger bestreiten um 18:30 Uhr das Finale und ermitteln der Landespokalsieger der Handballverbände Niedersachsen und Bremen. Der Gewinner ist berechtigt am Amateurpokal der Landespokalsieger des Deutschen Handball-Bundes teilzunehmen. Hierbei treten deutschlandweit 16 Landespokalsieger in Achtel-, Viertel- und Halbfinale an, ehe das Finale am Rahmen des Deutschen Pokal FinalFours in Hamburg stattfindet. Da das FinalFour in Altjührden von den Landesverbänden ausgerichtet wird und die SG nur Gastgeber ist, sind die Eintrittspreise von Verbänden vorgegeben. Dadurch erhalten Kinder leider nicht wie tradionell in der Manfred-Schmidt-Sporthalle üblich freien Eintritt, sondern Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre zahlen 4 Euro, alle anderen 8 Euro. Die Vareler Verantwortlichen hoffen auf eine gut besuchte Halle, damit diesem Finalturnier ein würdiger Rahmen geboten wird.