Am Samstag empfängt die SG VTB/Altjührden die SG Wift Neumünster im Viertelfinale des Deutschen Amateurpokal. Anpfiff ist wie gewohnt um 19:30 Uhr in der Manfred-Schmidt-Sporthalle.

Der Sieger erreicht das Finalturnier am ersten April-Wochenende in Hamburg, bei dem die Spiele im Rahmen des REWE-DHB Final4 stattfinden. Das Finale findet in der knapp 14.000 Zuschauer fassenden BarclayCard-Arena statt. Vom Papier her ist Altjührden eindeutig der Favorit. Während die Friesländer trotz 10 Punkte Rückstand auf den Tabellenführer und einer eher durchwachsenen Saison immer noch mit Platz 4 zur Spitzengruppe ihrer Liga gehören, liegt die Mannschaft aus Neumünster in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein auf den vorletzten Tabellenplatz mit gerade mal 7 Pluspunkten. Zum rettenden Ufer fehlen ihnen bei noch 8 eigenen Spielen bereits 6 Punkte. Am letzten Wochenende verloren die „Bären“ ein richtungsweisendes Spiel gegen einen unmittelbaren Konkurrenten. Nicht nur deshalb wird das Viertelfinale als „Bonusspiel zum Kopf freibekommen“ bezeichnet. Spielertrainer Yannik Stock spricht von einer „extrem schwierigen Phase.“ Zusätzlich sind die Holsteiner in den letzten Wochen arg vom Verletzungspech gebeutelt, so dass immer wieder Leistungsträger ausfielen. Dennoch will man auf Vareler Seite den Gegner auf keinen Fall unterschätzen. „Wenn wir als SG VTB/Altjührden die Chance haben in ein Pokal-Final4 einzuziehen, kann es nur ein Ziel geben: und zwar alles reinzuhauen was geht,“ gibt Varels Sportlicher Leiter Christoph Deters die Marschroute vor. „Der Pokal ist jetzt unser einziges Saisonziel und gerade zu Hause gilt es die Chance zu nutzen,“ so Deters weiter. Auch das Trainergespann Andreas Szwalkiewicz und Dennis Graeve gehen voll motiviert in die Partie: „Wir freuen uns natürlich sehr auf unser Heimdebüt und hoffen auf eine volle Hütte.“ Auch bei der Analyse des Gegners haben beide ausreichend Erkenntnisse gesammelt. „Wir haben die Mannschaft bereits gewarnt, Wift zu unterschätzen. Sie spielen im Angriff teilweise recht unorthodox und verschleppen teilweise extrem das Tempo, um plötzlich einen Spieler frei zu haben. Da gilt es extrem wachsam zu sein und aufmerksam in der Abwehr zu stehen,“ hat Szwalkiewicz erkannt. „Allen ist bewusst, dass wir mit dem Turnier in Hamburg ein richtiges Highlight erreichen können und das mittelmäßige Abschneiden in der Liga zumindest zum Teil retten können. Wenn wir das Positive aus dem Habenhausen-Spiel mitnehmen und unsere Chancen reinmachen, sehe ich gute Möglichkeiten, eine Runde weiterzukommen,“ hofft der Trainer auf eine Leistungssteigerung. Personell hat sich das Lazarett der Gastgeber langsam gelichtet. Bis auf Harm Steusloff, der aus privaten Gründen fehlen wird, und dem in der Reha stehenden Lasse Thünemann werden wohl alle Spieler zur Verfügung stehen. Auch Michael Schröder wird trotz seiner Bänderverletzung wohl rechtzeitig einsatzbereit sein, so dass trotz einiger angeschlagenen Spieler das Trainerduo die vermeintlich stärkste Mannschaft aufstellen kann. Bei den Vareler Verantwortlichen hofft man natürlich auch auf die Trumpfkarte Heimspiel. „Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen und lautstarke Unterstützung unserer Fans. Für uns wäre die Teilnahme am Final4 ein riesiger Erfolg und sicher auch ein einmaliges Erlebnis,“ setzt Pressesprecher André Seefeldt auf das treue Vareler Publikum. Attraktiv wird das Pokalspiel sicher auch durch die Tatsache, dass die Eintrittspreise im Pokal bei 4,-€ für Jugendliche ab 14 Jahren und 7,-€ für Erwachsene geringer sind als im Ligabetrieb.