Am Sonntag Abend verlor die SG VTB/Altjührden mit 25:23 (14:11) ihr Auswärtsspiel bei der SG Achim Baden und rutscht damit auf den 6. Tabellenplatz. Zehn Treffer von Lukas Kalafut waren zu wenig, da bei den Gastgebern Jost Windfuß (9) und Kevin Podien (7) mehr Tore erzählten, als die restlichen Spieler bei Altjührden.

Ohne den verletzten Dennis Summa und den studienbedingt fehlenden Jonas Rohde fehlte Altjührden schon vor dem Anpfiff zwei wichtige Akteure im Rückraum. Zwar startete der Gast wie die Feuerwehr und führte bereits nach einer Minuten mit 2:0, aber Achim hielt mit dem Selbstbewusstsein von 7 Siegen aus den letzten 10 Spielen dagegen. Bis zum 7:6 in der 12. Minute konnte Altjührden die Führung noch behaupten, doch den Rest der ersten Halbzeit folgte zum wiederholten Mal in den letzten Wochen ein Fehlerfestival im Angriff. „Wir verwerfen wieder über 20 Bälle und machen noch etliche technische Fehler. Mehr als zwei Drittel der Fehler produzieren wir in der ersten Halbzeit,“ so ein frustrierter Trainer Andreas Szwalkiewicz. „Wir verlieren von der 12. Minute bis zur Pause 8:3 und verwerfen reihenweise Bälle. Keine Ahnung was da wieder mit uns los war,“ war auch der sportliche Leiter Christoph Deters von seiner Mannschaft enttäuscht. Besonders aus dem Rückraum fehlte den Varelern die Durchschlagskraft. „Achim hat einfach mit ihrer 6:0 hinten drin gestanden. Und da unser Rückraum heute viel zu ungefährlich war, konnten wir das nicht nutzen“, haderte Szwalkiewicz mit seinen Männern. Die Randbremer spielten nichts überraschendes, sondern genau das, auf was Swalkiewicz und Greave ihrer Mannschaft unter der Woche vorbereitet hatten. Doch die Gastgeber profitierte von den Fehlern Altjührdens und konnten durch mehrere Konter bis zur Pause eine 14:10 Führung erspielen. Nach der Pause folgte die stärkste Phase der Vareler. Mit einem 6:1-Lauf in den ersten 11 Minuten konnten sie die Führung zurückerobern. Besonders Rasmus Ots zeigte in dieser Phase sein Können und ermöglichte mit mehreren Paraden die Aufholjagd. Altjührden hat sogar die Chance, die Führung zu erhöhen, scheitern aber wiederholt mit ihren Wurfentscheidungen. „Wir haben zweimal die Möglichkeit auf 2 Tore zu erhöhen und damit vielleicht das Momentum auf unsere Seite zu ziehen, aber dann stehen wir uns wieder selbst im Weg,“ trauerte Deters den Chancen hinterher. Obwohl die Abwehr in Verbindung mit Rasmus Ots weiterhin vernünftig verteidigte und auch eine direkte rote Karte gegen Mannschaftskapitän Kai Schildknecht wegsteckte, drehte Achim wieder das Spiel. Dennoch war beim 19:19 knapp elf Minuten vor Schluss noch alles möglich, doch auch in der Schlussphase warfen die Gäste wieder reihenweise Bälle weg und ermöglichten Achim eine 24:20 Führung, was gleichbedeutend mit der Vorentscheidung war. „Am Ende fehlt uns auch ein wenig die Kraft. Nach der Pause haben wir Moral bewiesen und das Spiel einmal gedreht, aber mit nur je 2 Rechts- und Linkshändern im Rückraum war es schwer, am Ende noch einmal zurückzukommen,“ sah Swalkiewicz auch die fehlenden Alternativen als einen Grund der Niederlage. „Dennoch haben wir das Spiel in der ersten Halbzeit verloren. Uns fehlte aus dem Rückraum einfach die Durchschlagskraft. Ich finde die Niederlage extrem ärgerlich, denn hier war heute definitiv mehr drin.“

TV Achim/Baden: Dybol, Von Seelen – Block-Osmers 4, Zilz, Sibahi 1, Wolters 1, Podien 7/3, Freese, Windßus 9, Budelmann 1, Meyer 1, Dreyer, Fastenau 1, Schmidt.

SG VTB/Altjührden: Ots, Schwagereit – Schildknecht 2, Dick, Dröge 3/2, Kalafut 10/1, Langer, Rüdebusch, Schröder 3, Bitter 1, Menne 2, Abram 2.