Mit 34:22 (20:10) gewinnt die SG VTB/Altjührden ihr Mittwoch-Heimspiel gegen den TuS Rotenburg und klettert in der Tabelle wieder auf Platz 4. Beim Liga-Heimdebüt des Trainergespanns Szwalkiewicz/Graeve ergatterten diese vor 245 Zuschauer ihren ersten doppelten Punktgewinn.

Auch ohne 4 Spieler merkte man den Gastgebern den Siegeswillen und die Entschlossenheit an, den akut abstiegsgefährdeten Gästen überhaupt nicht mal das Gefühl zu geben, dass an diesem Abend für sie etwas zu holen wäre. Bereits nach 6 Minuten führte man 5:2. Aus einer sehr beweglichen und gut zupackenden Abwehr mit einem bestens aufgelegten Rasmus Ots dahinter ging man konsequent ins Tempospiel und setzte so die Gäste unter Druck. „Langsam beginnt unsere Spielidee zu greifen. Wir haben heute über die kompletten 60 Minuten das Tempo schon ganz gut hochgehalten,“ war Trainer Dennis Graeve mit der Spielweise schon ziemlich zufrieden. Und auch Trainerkollege Andreas Szwalkiewicz lobte: „Unsere Abwehr stand super, Rasmus dahinter war überragend und dadurch kommen wir gut ins Tempo.“ Über 11:5 und 14:6 erspielten sich die Gastgeber schon in der 27. Minute beim 18:8 erstmals einen Vorsprung von 10 Toren. „Mit der ersten Halbzeit sind wir natürlich sehr zufrieden,“ so Graeve nach Spielende. Mit 20:10 ging es in die Kabinen und damit war das Spiel bereits zur Halbzeit entschieden. Die 2. Halbzeit nutzten die Trainer, um einige Stammspieler zu schon. „Besonders freut es mich für Lukas und Felix. So haben heute beide über 30 Minuten gespielt und konnten somit die arrivierten Spieler extrem entlasten,“ hob Szwalkiewicz die beiden Youngster hervor, die die komplette 2. Halbzeit auf der Platte standen. Felix Dick belohnte sich sogar mit 2 Toren von Rechtsaußen. Durch die vielen Wechsel riss ein wenig der Spielfluss bei den Gastgebern, die harmlosen Rotenburger konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Nach 43 Minuten stand es 24:13 und die Vareler Trainer baten noch mal zur Auszeit. Danach zogen die Vareler das Tempo wieder an, obwohl in der letzten Viertelstunde mit Aydrian Dröge, Finn Menne, Lukas Rüdebusch und Felix Dick 4 Spieler mit 20 Jahren oder jünger auf den Feld standen und sie im Rückraum vom auch nur 22-jährigen Jonas Rohde unterstützt wurden, konnten sie die Führung auf 30:16 ausbauen. Auch weil Rasmus Ots mit 14 Paraden, davon 3 gehaltene 7-Meter, weiter ein sicherer Rückhalt war. Auffällig war dabei, dass die Mannschaft trotz des hohen Vorsprung weiter volle Konzentration zeigte und in Sachen Einstellung und Einsatz nicht nachließ. Auch wenn am Ende nicht mehr alles klappte, freute sich Szwalkiewicz über den ersten Ligaerfolg. „Hätten wir in einigen Situationen konsequenter gespielt, hätten wir auch höher gewinnen können. Aber wenn man 34:22 gewinnt, ist man natürlich erstmal zufrieden.“ Auch Gästetrainer Jörg Leyens erkannte die Überlegenheit der Gastgeber an: „ Altjührden war auf jeder Position sehr stark. In der 2. Halbzeit haben wir etwas besser gespielt und nehmen das mit ins nächste Spiel. Aber heute war Altjührden klar besser als wir.“ Am Ende konnten die Männer von der Wümme noch etwas verkürzen, trotzdem stand mit dem 34:22 Erfolg ein deutlicher und auch in dieser Höhe verdienter Sieg für Altjührden auf der Anzeigetafel. „Uns macht es aktuell sehr sehr viel Spaß. Wir haben die letzten Wochen viele Gespräche geführt, alle Spieler wollen weiter nach vorne kommen, ob der jüngste oder der älteste Spieler, alle ziehen mit. Aber das benötigt alles seine Zeit. Am Samstag haben wir das nächste schwere Spiel, wo wir wieder an die Leistungsgrenze gehen müssen,“ fasst Szwalkiewicz die aktuelle Situation zusammen. Am Samstag steigt für die Friesen das 3. Spiel in acht Tagen, wenn zu gewohnter Zeit um 19:30 mit der HSG Barnstorf/Diepholz die nächste Mannschaft aus dem Tabellenkeller in Altjührden zu Gast ist.

SG VTB/Altjührden: Ots, Schwagereit; Schildknecht 3, Dick 2; Dröge 5(3), Kalafut 8, Langer 4, Rüdebusch, Bitter 4, Menne 1, Abram 3, Rohde 4

TuS Rotenburg: Bauer, Köhlmoos, Kelm; L. Misere 2, Brandt 4, Knodel, Hausdorf 2, Kesselring 3, Behrens 1, Heyber 2, Bruns 7, M. Misere, Nowakowsky 1