Die Vareler Handballer sind aktuell in vielen Gesprächen bezüglich der Zukunft, nachdem die bestehenden Verträgen für die kommende Spielzeit aufgehoben wurden, laufen die Gespräche für die Ausdehnung über den Sommer hinaus auf Hochtouren. „Wir sind momentan in Kontakt mit unseren Partnern und hoffen weiterhin auf die großartige Unterstützung der hiesigen Wirtschaft“ gibt Geschäftsführer Piet Ligthart einen kurzen Ausblick auf die aktuelle Situation. Hinzu kommt die gerade gestartete Crowdfunding-Aktion, die in den ersten Tagen einen positiven Verlauf genommen hat. Die Verantwortlichen hoffen, dass man mit dem neuen Zahlenwerk den größtmöglichen Teil des Kaders beisammen halten kann, Abgänge sollen wenn möglich  vermieden werden, auch wenn die neuen Zahlen teils drastische Einsparungen erfordern. Erfreulicherweise haben jetzt die ersten Spieler ein neue Vertragsangebot angenommen. Mit den Mannschaftskapitänen Lukas Kalafut und Kai Schildknecht, Kevin Langer, Aydrian Dröge und Fynn Menne signalisierten bereits fünf Spieler aus der aktuellen Mannschaft ihre Treue und werden auch nach der Corona-Krise weiter für die Vareler auflaufen. Hinzu bestätigte Markus Zindler seine Zusage auch zu angepassten Konditionen. „Damit sind die ersten Schritte gemacht, die Spieler kommen uns hier entgegen und wir hatten vertrauensvolle Gespräche. Auch alle anderen Spieler haben ein neues Angebot vorliegen und ich bin zuversichtlich, dass gerade das Bleiben der gestandenen Spieler Sogwirkung erzeugen und bald weitere Zusagen kommen werden,“ spricht Varels sportlicher Leiter Christoph Deters von arbeitsreichen Tagen. „Doch uns ist auch bewusst, dass wir zwei Seiten der Medaille haben, es wird zu Härtefällen kommen und es werden noch intensive Gespräche folgen, und vielleicht auch Abgänge akzeptiert werden müssen,“ so Deters weiter. Und mit Torhüter Rasmus Ots müssen die Vareler tatsächlich ihren ersten Abgang vermelden. Der estländische Nationaltorhüter wird zurück in die Heimat gehen und sich dort einer neuen Herausforderung stellen. „Ich bin mit Rasmus seit Monaten im intensiven Austausch, von beiden Seiten war das Interesse sehr groß, längerfristig zusammenzuarbeiten. Doch die Krise jetzt lässt es nicht zu, dass wir Rasmus ein werthaltiges Angebot – sei es mit allen Möglichkeiten unseres Netzwerks unterstützend – anbieten können“ so Deters zum bevorstehenden Abgang von Ots. „Wir wünschen Rasmus für die sportliche Zukunft alles Gute und danken ihm für sein Engagement. Man soll niemals nie sagen, wer weiß, was die Zukunft bringt“. „Noch wissen wir nicht, wie und wann die neue Saison beginnt, aber nach den ersten Gesprächen bin ich vorsichtig optimistisch, dass wir auch in der nächsten Spielzeit eine schlagkräftige Mannschaft beisammen haben,“ hofft Deters auf weitere positive Signale seiner Spieler.