Mit der am Sonntag beendeten Crowdfunding Aktion sind die Verantwortlichen mehr als zufrieden. Durch die Aktion entstand eine große Solidaritätswelle, die so vor der Aktion nicht zu erwarten war.

Insgesamt bestellten 148 Unterstützer 320 Artikel in 24 Tagen und sorgten dadurch für glückliche Gesichter im Vareler Lager. „Das uns so viele Menschen bei dieser Aktion unterstützen war nicht zu erwarten. Ich bin glücklich und auch ein bißchen Stolz auf unsere Fans, dass sie uns in dieser schwierigen Zeiten auf diese Art helfen,“ freut sich Geschäftsführer Piet Ligthart. Insgesamt konnten bei der Aktion 16403,73 Euro Umsatz gemacht werden, was pro Tag mehr als 500,- Euro entspricht. Damit wurden die Erwartungen komplett übertroffen. „Das ist ein sensationelles Ergebnis,“ zeigt sich auch der langjährige Betreuer Hans Hieronymus begeistert. Abzüglich aller Verwaltungs- und Herstellungskosten bleiben so über 10.000 Euro Gewinn. Bei der Auswertung der Zahlen darf aber auch nicht vergessen werden, dass 91 vergünstigte Dauerkarten und 17 Karten „4 für 3“ verkauft wurden. „Natürlich freuen wir uns, dass die Fans uns weiterhin vertrauen und uns auch in Zukunft unterstützen wollen. Aber uns ist auch bewusst, dass diese Karten alle subventioniert sind. Das ist natürlich auch so gewollt, damit die Fans für ihre Unterstützung auch eine Gegenleistung bekommen, aber bei normalem Verkauf hätten wir hiermit fast 2000 Euro Mehreinnahmen gehabt. Und eine gewisse Anzahl an Dauerkarten war natürlich auch in unserer Kalkulation für die neue Saison vorhanden, so dass die Einnahmen durch unsere Aktion nicht eins zu eine als Mehreinnahmen angenommen werden können,“ erklärt Ligthart. „Aber in der aktuellen Situation hilft uns das enorm,“ so Ligthart weiter. Damit können einige Löcher aus der abgebrochenen Saison gestopft werden, z. B. die Nachforderungen der Berufsgenossenschaft, bei der alle Spieler versichert sind. Besonders erfreut zeigen sich die Verantwortlichen auch mit der Nachfrage nach den Supporter-T-Shirt. Insgesamt 125 Shirts wurden verkauft und zeigen die große Solidarität unter der Anhängerschaft. „Das ist natürlich überragend. Das macht uns wirklich froh und diese Aktion mehr als gelungen. Trotzdem hoffe ich, dass wir so etwas in Zukunft nie wieder brauchen werden,“ hofft Pressesprecher André Seefeldt auf eine baldige „Normalisierung“.

Neben der erfreulichen Aktion kann auch der sportliche Leiter Christoph Deters weitere gute Nachrichten vermelden. So konnte sicher Deters nach den Zusagen von 12 Spielern jetzt auch mit dem Trainergespann Andreas Szwalkiewicz und Dennis Graeve auf Arbeitspapiere zu angepassten Konditionen einigen. Mit den beiden Trainern und 12 Spielern ist die sportliche Zukunft für die neue Saison weitestgehend geklärt. Allerdings hat mit Felix Dick ein weiterer Nachwuchsmann signalisiert, keinen Oberliga-Handball mehr spielen zu wollen und steht somit nicht mehr zur Verfügung. Bis auf bei Renke Bitter und Michael Schröder ist damit die Zukunft der aktuellen Kadermitglieder geklärt. Außerdem werden aktuell noch mit dem Torwarttrainer Stephan Alken Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit geführt. Des Weiteren ist Deters noch auf der Suche nach einem oder zwei Rückraumspielern und hofft spätestens Ende des Monats die Kaderplanungen abschließen zu können. Unterdessen befindet sich die Mannschaft seit dieser Woche wieder im Training. Unter strengen Auflagen kann die Mannschaft unter freiem Himmel so zumindest diese kuriose Saison gemeinsam beenden und schon mal Grundlagen für die jetzt wieder sichere Zukunft legen.