Noch ist das Spiel der SG VTB/Altjührden am Samstag, 24.10.20 um 19:30 Uhr gegen den TV Bissendorf-Holte fest eingeplant. Doch wie es danach weiter geht ist mehr als fraglich.

Schon jetzt gibt es Unterschiede in der Tabelle der Oberliga Nordsee. Wie die SG VTB/Altjührden haben noch 3 weitere Mannschaften erst ein Spiel bestritten, während der VfL Fredenbeck und der Elsflether TB schon 3 Spiele gespielt haben. Und auch in den kommenden Wochen sind schon wieder mehrere Spiele abgesagt bzw. verschoben worden. Der sportliche Leiter der SG VTB/Altjührden Christoph Deters prüft fast stündlich die Lage, ob auch das Duell mit dem aktuellen Spitzenreiter aus Bissendorf der aktuellen Situation in der Corona-Pandemie zum Opfer fällt. Denn zwei weitere Spiele der Friesländer sind bereits wieder abgesagt worden. So hat der HC Bremen darum gebeten, das eigentlich für nächsten Dienstag angedachte Nachholspiel vom ersten Spieltag auf Grund der hohen Infektions-Zahlen in der Hansestadt, noch mal zu verlegen. Auch wenn die Verantwortlichen aus Altjührden der Spielverlegung selbstverständlich zugestimmt hätten, erlaubt mittlerweile ein neugeschaffener Passus vom Handballverband, dass Spiele bei entsprechend hohen Ansteckungs-Zahlen ohne Zustimmung verlegt werden dürfen. Davon musste auch der nächste geplante Heimspiel-Gegner die HSG Delmenhorst Gebrauch machen. Auch für dieses eigentlich am 4. Spieltag vorgesehene Spiel muss ein neuer Termin finden. Und so sieht es mittlerweile in der ganzen Liga aus – allein im restlichen Oktober sind bereits 5 Spiele verlegt worden. Unabhängig von der Situation und der Ungewissheit, wie die Saison weiterlaufen soll, bereitet sich die Mannschaft auf das schwere Auswärtsspiel in Bissendorf vor. Der aktuelle Tabellenführer hat seine bisherigen 2 Spiele deutlich gewonnen und bewies gerade beim Heimspiel mit dem 42:15 gegen den TuS Rotenburg seine Klasse. Auffälligste Akteure sind wie schon in den Vorjahren die Gebrüder Fabian und Christian Rußwinkel, die 32 der 77 erzielten Tore gemacht haben. Aber eigentlich zeichnet die Mannschaft aus dem Landkreis Osnabrück eine große Ausgeglichenheit und Kompaktheit aus. „Bissendorf besitzt auf jeder Position enorme Qualität. Sie spielen eine starke Abwehr mit guten Torhütern dahinter und sind im Angriff auf jeder Position torgefährlich,“ weiß Deters um die Schwere der Aufgabe. Trotzdem rechnet man sich im Vareler Lager durchaus Chancen aus. „Wir haben letzte Woche schon gute Ansätze gezeigt und ich bin guter Dinge, dass wir uns in Bissendorf noch steigern werden und eine realistische Chance haben, auch dort zu punkten, auch wenn es nicht einfach wird“ zeigt sich Deters zuversichtlich. Abzuwarten bleibt, welche Auswirkungen die Unruhe und ungewisse Zukunft auf die Mannschaft hat.