Der Handballverband Niedersachsen, kurz HVN, hat am Mittwochmorgen alle Vereine informiert, dass der Spielbetrieb in allen Klassen vorerst bis zum 31.12. ausgesetzt wird.

Bereits in der Vorwoche hat der HVN eine Regelung geschaffen, welche Vereinen aus Bereichen, in denen ein Inzidenzwert von über 35 herrscht, erlaubt, die Spiele auszutragen oder zu verlegen. Das gleiche Recht haben auch Mannschaften, die gegen Teams aus diesen Gebieten antreten sollten. Das führte schon am vergangenen Wochenende in der Oberliga Nordsee dazu, dass von den 7 angesetzten Spielen nur das Auswärtsspiel der SG VTB/Altjührden bei dem TV Bissendorf-Holte durchgeführt wurde. Alle anderen Spiele wurden wegen der Pandemie verlegt. Zwei weitere Spiele der Vareler, die in dieser Woche geplant waren, wurden auch bereits abgesagt. „Natürlich respektieren wir die Entscheidung vom HVN. Das ist in der aktuellen Lage die notwendige Konsequenz. Innerhalb der Mannschaft hatten wir eh schon besprochen, ab einem Inzidenzwert von 50 nicht mehr antreten zu wollen,“ zeigt Christoph Deters, sportlicher Leiter der SG, vollstes Verständnis. Wann und wie die Saison weitergeführt wird ist noch unklar. Dazu der Präsident des HVN Stefan Hüdepohl: „Kein Mensch weiß, wie sich die Pandemie weiterentwickelt. Für die Weiterführung der Saison wird eine Task-Force Vorschläge erarbeiten, über die das Präsidium zu beraten hat.“ Diese Vorschläge können z. B. eine Einfachrunde oder Play-Offs sein. „Das ist aber alles Zukunftsmusik,“ so Hüdepohl. Auch im Vareler Lager will man das weitere Vorgehen erst einmal sorgfältig prüfen. „Wir müssen auch die Maßnahmen der Regierung abwarten. Anschließend wissen wir, was erlaubt ist und was nicht. Dann können wir planen, wie wir uns intern verhalten und uns weiterhin fit halten,“ blickt Deters auch nach Berlin.