Entgegen ersten Ankündigungen vor einigen Wochen wird die Mannschaft der SG VTB/Altjührden nicht an einer möglichen Aufstiegsrunde zur 3. Liga teilnehmen. Alle Oberligisten aus Niedersachsen sind aufgefordert, bei Interesse bis zum 15. Mai einen entsprechenden Antrag zu stellen. Diese Frist werden die Friesländer verstreichen lassen.

„Natürlich sehnen wir uns alle nach Handballsport und dem Wettkampf mit anderen Mannschaften. Aber nach gründlichem Abwägen aller Gegebenheiten sind wir zu dem Entschluss gekommen, unsere vielleicht voreilig im Februar getroffene Aussage zu revidieren und nicht für die Aufstiegsrunde zu melden,“ erklärt Geschäftsführer Piet Ligthart. Hauptgrund für den Sinneswandel ist der Umstand, dass ein Kaltstart für die Mannschaft aus Sicht der Vareler unverantwortlich sei. „Wir dürfen aktuell und das bis mindestens zum 9. Mai nicht in einem notwendigen Rahmen trainieren und haben auch keine kurzfristige Ausnahmegenehmigung in Aussicht. Wir müssen davon ausgehen, dass wir mindestens acht, wenn nicht sogar zehn Wochen Vorbereitung benötigen, um eine handballspezifische Wettkampftauglichkeit zu bekommen. Das ist bis zum 30.06., dem Datum bis zu dem den Verbänden nach alle Entscheidungen gefallen sein müssen, nicht möglich,“ so der sportliche Leiter Christoph Deters. Und Ligthart ergänzt: „wir haben schon im letzten Jahr darauf hingewiesen, dass wir eine Verantwortung für alle unsere Spieler und Angestellten haben. Dieser müssen und wollen wir auch in dieser Situation nachkommen, indem wir die Spieler erst wieder spielen lassen, wenn sie entsprechend vorbereitet sind. Uns ist es gelungen, während der gesamten Pandemie keinen Angestellten entlassen zu müssen bzw. anders zu schädigen, da wäre es nur fahrlässig, jetzt zu früh mit Wettkampfsport anzufangen.“ Unterstützung erhalten die Verantwortlichen auch aus der Mannschaft. „Natürlich haben wir auch in die Mannschaft gehorcht. Verständlicherweise würden die Spieler auch wieder gerne Handball spielen, aber der Mannschaftsrat hat auch gesagt, dass eine komplette Vorbereitung nötig ist, um wieder Pflichtspiele zu bestreiten,“ beschreibt Deters den Zuspruch der Mannschaft. Damit endet die Saison für die SG nach nur 2 Spielen im Oktober erneut vorzeitig. „Besonders Leid tut es uns natürlich für unsere treuen Fans, Sponsoren und Partner, mit denen wir teilweise schon in Kontakt stehen bzw. bald in Kontakt treten werden. Sie halten bis jetzt ihre Unterstützung aufrecht und helfen uns damit enorm in dieser schwierigen Zeit. Sie hätten es sicher verdient, nochmal Handball in dieser Saison in der Manfred-Schmidt-Sporthalle zu sehen. Aber wie gesagt, unter den gegeben Umständen wäre das unverantwortlich,“ beschreibt Ligthart die Gemütslage. „Wir hoffen darauf, dass die Pandemie mit dem immer größer werdenden Impfangebot bis zum Sommer so weit unter Kontrolle gebracht wird, dass wir ab September wieder halbwegs normal in eine neue Saison starten können,“ erklärt Pressesprecher André Seefeldt abschließend.