Hendrik Osterthun beendet im Sommer 2026 seine Handballkarriere

Donnerstag, 16.04.2026 / 15:55 Uhr

Varel – Nach vielen Jahren im leistungsorientierten Handball wird Hendrik Osterthun im Sommer 2026 einen Schlussstrich unter seine aktive Laufbahn ziehen. Dann hängt der Torhüter der HSG Varel die Handballschuhe an den Nagel – und verabschiedet sich als eine prägende Figur des Vareler Handballs der vergangenen Jahre.

Osterthuns sportlicher Weg ist eng mit der HSG Varel verbunden. Bereits in jungen Jahren durchlief er die Vereinsstrukturen, sammelte anschließend Erfahrungen außerhalb seiner Heimat und kehrte im Sommer 2022 nach Varel zurück. Diese Rückkehr sollte sich für den Verein als Glücksfall erweisen. Mit seiner Erfahrung, seiner Spielintelligenz und seiner konstanten Leistungsbereitschaft übernahm Osterthun schnell Verantwortung und hatte maßgeblichen Anteil an der positiven sportlichen Entwicklung der Mannschaft in den darauffolgenden Spielzeiten.

HSG-Trainer Arek Blacha weiß um die Qualitäten seines Torhüters – und darum, dass auf „Lego“ jederzeit Verlass ist. Wie wertvoll Osterthunweiterhin für das Team ist, zeigte sich zuletzt eindrucksvoll beim Remis in Ahlen, als er bei seinem Einsatz seine Klasse und Ruhe unter Beweis stellte.

Der bevorstehende Abschied kommt nicht überraschend, fällt dem Verein dennoch schwer. Christoph Deters, sportlicher Verantwortlicher der HSG Varel, ordnet die Entscheidung nachvollziehbar ein: „Wir können uns seit Jahren auf die Stabilität von Lego verlassen und werden eine große Lücke zu schließen haben. Die Gespräche im Winter waren immer klar und deutlich formuliert. Das aktuelle Rollenspiel von Job, Familie und Handball wird irgendwann schwer zu balancieren sein – die Entscheidung von Hendrik ist daher nur konsequent und logisch.“

Für Osterthun selber war die Entscheidung keine einfache: „Es bedeutet mir viel, dass mir nach meiner zwischenzeitlichen Abwesenheit erneut das Vertrauen geschenkt wurde, im Tor der HSG zu stehen. Umso schöner ist es, dass wir hier gemeinsam noch einmal den Weg in die 3. Liga gehen konnten und jetzt hoffentlich schnell den letzten Schritt zum Klassenerhalt gehen werden.

Ein besonderer Dank gilt unseren Zuschauern. Ihren Zuspruch spürt man nicht nur in der Halle, sondern auch im Alltag, ob auf dem Wochenmarkt, in der Innenstadt oder beim Einkaufen. Diese Form der Anerkennung hat mir immer viel bedeutet. Umso schöner ist es, meine Laufbahn hier zu beenden und zum Abschluss noch einmal leistungsorientiert Handball direkt vor der eigenen Haustür spielen zu können. Gerade mit zwei Kindern und einem Vollzeitjob war das für mich die ideale Konstellation.

Die größte Anerkennung gilt aber meiner Frau Nele, die mir immer den Rücken freigehalten hat und es gerade mit unseren beiden Kindern überhaupt erst ermöglichte, täglich in der Halle zu stehen. Kaum ein Heimspiel fand ohne die Unterstützung meiner Familie statt.

Jetzt freue ich mich darauf, die Spiele der HSG von außen zu erleben und ganz besonders darauf, meine Kinder auf ihrem Weg im Handball zu begleiten. Und wer weiß, vielleicht sorgt der Name Osterthun ja auch in Zukunft ein drittes Mal für Aufsehen im Vareler Handballsport“, kommentiert Osterthun mit einem Augenzwinkern.

Bis zu seinem Karriereende im Sommer 2026 wird Hendrik Osterthun weiterhin Teil der Mannschaft bleiben und seine Erfahrung einbringen. Schon jetzt steht jedoch fest: Mit ihm verliert die HSG Varel einen Spieler, der den Verein nicht nur sportlich, sondern auch durch seine Persönlichkeit und Verlässlichkeit nachhaltig geprägt hat.

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