HSG Varel zieht positives sportliches Fazit – wirtschaftliche Herausforderungen stehen an
Nach dem ersten halben Jahr in der 3. Liga zieht die HSG Varel ein überwiegend positives Zwischenfazit. In einem aktuellen YouTube-Interview sprechen die Verantwortlichen der Geschäftsführung von Anker Sportmanagement offen über sportliche Entwicklung, volle Hallen, aber auch über die wachsenden wirtschaftlichen Herausforderungen am Handballstandort Varel.
Sportlich zeigt sich die HSG Varel mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. Elf Punkte zur Halbserie, eine stabile Tabellenposition über dem Strich und ein erfolgreicher Jahresabschluss mit einem Heimsieg unterstreichen die Wettbewerbsfähigkeit des Aufsteigers in der neuen Liga. „Die 3. Liga ist Neuland für uns und extrem anspruchsvoll. Vor diesem Hintergrund ist der bisherige Verlauf absolut positiv zu bewerten“, betont der sportlich Verantwortliche Christoph Deters.
Auch abseits des Spielfeldes erlebt der Verein einen deutlichen Aufschwung. Mit durchschnittlich rund 800 Zuschauerinnen und Zuschauern pro Heimspiel, mehreren ausverkauften Begegnungen sowie einer wachsenden Auswärtsfanbasis verzeichnet die HSG Varel eine Resonanz, die es in dieser Form seit Jahrzehnten nicht gegeben hat. „Darauf sind wir sehr stolz – vor allem auf unsere Fans, die diesen Weg mit uns gehen“, so Geschäftsführer Frederik Stahmer.
Gleichzeitig verschärft sich die wirtschaftliche Situation. Die steigenden Kosten im Spielbetrieb, höhere Anforderungen in der 3. Liga, Mindestlohnerhöhungen sowie die angespannte gesamtwirtschaftliche Lage stellen den Verein vor große Aufgaben. Für die kommende Saison musste die HSG Varel bereits den Wegfall zahlreicher Sponsoren verzeichnen – häufig bedingt durch Insolvenzen oder wirtschaftliche Zwänge der Unternehmen.
„Wir planen immer langfristig und verantwortungsvoll. Unser Ziel ist es, den Status quo zu sichern und den Handballstandort Varel nachhaltig zu erhalten“, erklärt die Geschäftsführung. Dabei setzt der Verein bewusst auf eine breite Basis aus vielen kleinen und mittleren Partnern, statt auf einzelne Großsponsoren. Transparenz und Ehrlichkeit gegenüber Fans, Partnern und Öffentlichkeit bleiben dabei zentrale Leitlinien.
Trotz aller Herausforderungen ist die Botschaft klar: Die HSG Varel wird alles daransetzen, auch künftig leistungsorientierten Handball in der Region zu ermöglichen. „Wir stehen jeden Morgen dafür auf, dass es in Varel weiterhin ambitionierten Handball gibt – sportlich wie organisatorisch“, so Stahmer.
Mit Blick auf die Rückrunde zeigt sich der Verein optimistisch. Die Mannschaft ist frühzeitig aus der Winterpause gestartet, um sich bestmöglich auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. Ziel bleibt der Klassenerhalt in der 3. Liga und eine stabile Grundlage für die Zukunft.
Die HSG Varel & Anker Sportmanagement bedankt sich ausdrücklich bei ihren Fans, Partnern und Unterstützern für das große Vertrauen und die anhaltende Begeisterung. Gemeinsam soll der erfolgreiche Weg fortgesetzt werden.


