Kapitän Kevin Langer beendet Handballkarriere bei HSG Varel

Mittwoch, 29.04.2026 / 5:51 Uhr

Varel – Handball-Drittligist HSG Varel muss zukünftig auf die Dienste von Kevin Langer verzichten. Der dienstälteste Spieler der Friesländer beendet am Saisonende seine Karriere bei der Mannschaft von Trainer Arek Blacha. Mit dem 32-Jährigen verliert die HSG nicht nur ihren Kapitän, sondern auch eine Persönlichkeit. Der Linkshänder legte immer eine einhundertprozentige Einstellung an den Tag. Seine Einstellung, seine Disziplin, sein Wille und sein Herz für den Verein waren vorbildlich.

Kevin Langer wechselte im November 2014 vom damaligen Landesligisten HSG Neuenburg/Bockhorn zur HSG Varel-Friesland. Der talentierte junge Spieler aus der Region passte perfekt in das Konzept des Drittligisten. Der 20-Jährige hatte sich als Haupttorschütze mit überragenden Leistungen in das Blickfeld des damaligen Vareler Trainers Andrzej Staszewski gespielt. Fortan unterstützte Kevin Langer die Mannschaft auf der rechten Außenposition und im rechten Rückraum. Sein Handball-Einmaleins hatte er bei der HSG Neuenburg-Bockhorn erlernt, die für ihre gute Jugendarbeit bekannt war.

Die diesjährige Drittliga-Spielzeit hatte es aber nicht gut gemeint mit Kevin Langer. Durch einen Arbeitsunfall zog sich der Vareler Innenblocker noch vor dem Saisonstart einen Mittelfußbruch zu. Ende Oktober des vergangenen Jahres stand er erstmals wieder im Kader der HSG. Im Februar dieses Jahres zwang ihn eine Erkrankung erneut zu einer fast zweimonatigen Spielpause.

„Das Karriereende von Kevin bedeutet für uns einen großen Verlust. Er wird für uns als Mensch und Spieler nur schwer zu ersetzen sein. Er war ein ganz wichtiger Faktor für unsere Mannschaft. Ein Mann, der uns von der fünften in die dritte Liga gebracht und immer alles zusammen gehalten hat. Jeder Trainer würde sich wünschen, so einen Spieler in seinem Team zu haben“, betont Arek Blacha.

„Mit Kevin verlieren wir nicht nur unseren Kapitän sondern auch den aktuellen Co-Trainer. Wann immer es irgendwo eine Baustelle gab, Kevin war sofort da und viele Dinge geregelt, die nicht immer was mit dem Sport zu hatten. Ich spreche da über nicht selbstverständliche Dinge, da hat Kevin eine sehr gute Erziehung genossen. Es wird sich komisch anfühlen, wenn er ab Sommer nicht mehr Teil des Teams ist“ möchte Christoph Deters herausgestellt wissen.

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