Mutter aller Derbys: HSG Varel gastiert Samstag beim Wilhelmshavener HV
Varel – Vor über einem Jahrzehnt kreuzten sich zum letzten Mal die Wege der HSG Varel und des Wilhelmshavener HV. An diesem Samstag, 15. November, ist es wieder so weit: Um 18 Uhr startet in der Nordfrost-Arena in Wilhelmshaven die von Fans, Spielern und Verantwortlichen mit Spannung erwartete Mutter aller Derbys. Den letzten Vergleich im Februar 2015 gewannen die Jadestädter in ihrer Aufstiegssaison (60:0 Punkte) zur zweiten Bundesliga vor 2100 Zuschauern zu Hause mit 26:18. Mit dabei waren schon damals auf Vareler Seite unter anderem Hendrik Osterthun (damals Legler), Jan Derk Janßen, Kevin Langer und Jonas Schweigart (jetzt WHV). Im kommenden 32. Derby (bislang 17 Siege WHV, neun Siege HSG und fünf Unentschieden) erwartet der Tabellenzwölfte (7:15 Punkte) den Elften (7:13). Die Jadestädter um Trainer Christian Köhrmann befinden sich derzeit wieder in der Erfolgsspur. Nach 0:14-Punkten zum Saisonstart holte der WHV anschließend aber auswärts drei Siege und ein Unentschieden in Folge. Zuletzt erreichte das Köhrmann-Team beim TV Bissendorf-Holte nach einem 32:35-Rückstand kurz vor Schluss noch ein 35:35-Unentschieden. Bester Torschütze des WHV war Linkshänder Okke Dröge mit zehn Treffern. Dröge war zuvor wegen einer Hüft-OP monatelang ausgefallen. Insgesamt lichtet sich das Wilhelmshavener Verletztenlazarett. So steht Kapitän und Haupttorschütze Matej Kozul (Kreuzbandriss Ende März) vor einer baldigen Rückkehr. Hauptgrund für den holprigen Saisonstart des WHV sieht Varels Trainer Arek Blacha mit Problemen in der Abwehr. „Ein Abwehrchef fehlte“, so der Vareler Coach nach dem Weggang von Tim Düren im Sommer nach Hagen. Der WHV nahm sich des Problems an und verpflichtete im Oktober Jannes Hertlein vom Ligarivalen OHV Aurich. „Jannes kenne ich aus Auricher Zeiten sehr gut und habe ihn mehr oder weniger dort ausgebildet. Er ist ein toller Mensch und Spieler. Mit ihm als Abwehrchef hat sich die WHV-Abwehr um 20 bis 30 Prozent verbessert. Mit einem fitten Kozul wird Wilhelmshaven noch höher in der Tabelle klettern“, betont Blacha, der sein Team in diesem Derby nicht in der Favoritenrolle sieht. „Wir werden uns akribisch auf dieses Spiel vorbereiten. Ich hoffe, dass bis zum Samstag wieder ein paar erkrankte Spieler dazustoßen. Wir wollen über den Kampf und mit einer vorbildlichen Einstellung zu unserem Spiel finden“, sagt Blacha.


