Mutter aller Derbys: Wilhelmshavener HV gastiert bei HSG Varel
Varel – „Das Derby gegen den Wilhelmshavener HV an diesem Samstag ist für mich, den Verein und die Stadt Varel etwas Besonderes“, betont Arek Blacha, Trainer des Handball-Drittligisten HSG Varel. Vor drei Jahren habe man noch in der fünften Liga gespielt und nach oben in die dritte Liga zum WHV geguckt. „Und jetzt spielen wir vor ausverkauftem Haus in der Pfeilerhalle gegen Wilhelmshaven. Das ist ein super Gefühl“, sagt Blacha, der den 30:28-Hinspielsieg vor fast 2000 Zuschauern in der Nordfrost-Arena aber nicht überbewerten will. „In dieser Partie waren einige Wilhelmshavener Spieler nicht dabei“, so Blacha. Wenn die Partie um 19.30 Uhr gegen den Tabellenachten aus der Jadestadt in der Manfred-Schmidt-Sporthalle in Altjührden angepfiffen wird, steht eine andere WHV-Mannschaft auf der Platte, die sich in der Tabelle immer weiter nach oben orientiert. „Mit Jonas Schweigart und Matej Kozul haben die Wilhelmshavener Spieler in ihren Reihen, die intelligent spielen und über Taktik und Tempo bestimmen“, sagt Blacha. Hinzu kämen mit Rene Drechsler und Okke Dröge zwei gefährliche Linkshänder sowie mit Jannes Hertlein und Duncan Postel zwei Abwehrstrategen, die ihre Arbeit kennen würden. „Das sind jetzt ganz andere Verhältnisse. Der WHV steht zurecht weiter oben. Zum Saisonstart kassierte die Mannschaft von WHV-Trainer Christian Köhrmann sieben Niederlagen am Stück. Zuletzt feierte der WHV zwei Heimsiege gegen Eintracht Hagen II (35:31) und TV Bissendorf-Holte (43:35). Den letzten Heimsieg erkaufte sich Wilhelmshaven mit dem Knöchelbruch von Rechtsaußen Josip Repusic allerdings teuer. Gegen die HSG wird ebenso WHV-Shooter Jan Bennet Behrends fehlen, der an einem Sehnenriss eines Fingers der rechten Wurfhand laboriert. Bei den Varelern wird wieder der genesene Kapitän Kevin Langer im Kader stehen. „Wir sind vorbereitet. Zu Hause gibt es keine Ausreden“, sagt Blacha. Bester Torjäger des WHV ist derzeit Linkshänder Okke Dröge mit 124 Treffern, gefolgt von Behrends (111) und Matej Kozul (107, davon 44 Siebenmeter). „Bis zum Saisonende sind es noch vier Spiele. Wir wollen die Spielzeit wunderbar ausklingen lassen. Mein Team soll einfach spielen, den Abend genießen und zwei Punkte holen. Ich freue mich jedenfalls riesig auf einen tollen Abend“, sagt Blacha.


