Am Samstag, 06. November empfängt die SG VTB/Altjührden mit der HSG Delmenhorst ein weiteres Spitzenteam aus der Oberliga Nordsee. Anpfiff in der Manfred-Schmidt-Sporthalle ist zur gewohnter Zeit um 19:30 Uhr.

Einige bekannte Gesichter kommen am Samstag mit der HSG Delmenhorst nach Altjührden. Trainer der Mannschaft ist Jörg Rademacher, der nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga selbst gut 16 Monate an der Seitenlinie der Vareler stand. Damals wie heute gehörte als Torwarttrainer Jens „Katze“ Kanzog zu seinem Stab. In seinen Reihen hat Rademacher mit Tim Coors und Janik Köhler zwei ehemalige Vareler Zweitligaspieler. Köhler stammt sogar aus der Vareler Jugend. Rademacher ist seit 2017 Trainer in Delmenhorst und formte den Verein nach dem Direktaufstieg aus der Verbandsliga zu einem Oberliga-Spitzenteam. Schon bei seinem Antritt wurde als Langziel der Aufstieg in die 3. Liga ausgegeben. Allerdings wurde der Plan durch Corona ausgebremst. Dennoch gehören die Männer von der Delme auch in dieser Saison wieder zum Kreis der Titelaspiranten. Allerdings wurde der gute Saisonstart mit der 20:25 Heimniederlage am letzten Wochenende gegen die SG Achim/Baden etwas gedämpft. Dabei musste Rademacher aber auf einige Leistungsträger, darunter unter anderem auch auf Tim Coors, verletzungsbedingt verzichten. Der Trainer der Gäste bezeichnet die aktuelle Verletztensituation als „Ritt auf der Rasierklinge“. Trotzdem steht Delmenhorst immer noch auf einem guten dritten Tabellenplatz und verfügt immer noch über reichlich Qualität. Angeführt wird die Mannschaft vom momentan in Topform spielenden Mario Reiser, der mit durchschnittlich 7 Toren pro Spiel ligaweit zweiter der Torschützenliste ist. „Ich hoffe, meine Spieler lassen sich nicht durch die Heimniederlage gegen Achim blenden“, warnt Varels Trainer Patrice Giron seine Mannschaft. „Mit Delmenhorst kommt ein starker Gegner nach Altjührden, gegen den wir wieder alles geben müssen“. Geht es nach den Zahlen erwartet die Zuschauer in der Manfred-Schmidt-Sporthalle eine Abwehrschlacht. Statisch gesehen lassen beide Mannschaften mit nur etwas mehr als 23 Toren die wenigsten Gegentreffer der Liga zu. Die Gäste sind dabei um nur einen Treffer besser als Altjührden. Aber die Männer von Patrice Giron haben in den beiden letzten Siegen gegen die Spitzenmannschaften aus Nienburg und Oldenburg gezeigt, dass sie im Angriff durchaus in der Lage sind, auch gegen gute Abwehrreihen Lösungen zu finden. „Die beiden Siege gegen die Spitzenreiter haben uns natürlich Aufwind gegeben. Aber diese Leistungen müssen wir in jedem Spiel von Neuem abrufen, wenn wir weiter erfolgreich sein wollen“, weiß Giron. Mit der Trainingswoche ist Giron teilweise zufrieden. „Lukas Kalafut klagt bereits die ganze Woche über Adduktorenschmerzen, konnte nicht trainieren und sein Einsatz ist mehr als fraglich. Außerdem fehlten einige Spieler mehrfach berufsbedingt. Das ist natürlich nicht optimal, kann man aber nicht ändern. Die Spieler die da waren, haben aber konzentriert gearbeitet und waren mit vollem Einsatz bei der Sache. Ich hoffe, dass wir mit dem selbem Engagement ins Spiel gehen“. Derweil hoffen die Verantwortlichen, dass sich die guten Leistungen der letzten Spiele auch in der Zuschauernachfrage bemerkbar macht. Nachdem in den Herbstferien fast 100 Unterstützer-Dauerkarten abgesetzt wurden, ist man guter Dinge, dass die zahlreichen Fans, die beim Derby in Oldenburg waren, auch am Wochenende nach Altjührden kommen. „Die Nachfrage der Dauerkarten war sensationell und hat unsere kühnsten Erwartungen übertroffen. Und auch die Unterstützung beim Spiel in der EWE-Arena war wirklich toll. Unsere Fans sind überragend. Jetzt wünschen wir uns auch wieder so eine Stimmung in unser Halle“, dankt Geschäftsführer Christoph Deters den Fans und wünscht sich eine gut gefüllte Manfred-Schmidt-Sporthalle. Karten gibt es wie während der ganzen Saison Online unter www.handball-varel.de. In der Halle gelten die 2G Regelungen.