Altjührden – Mit dem TuS Rotenburg erwarten die Oberliga-Handballer der SG VTB/Altjührden an diesem Sonnabend um 19.30 Uhr den aktuellen Tabellenneunten in der Manfred-Schmidt-Sporthalle in Altjührden. Entsprechend den aktuellen Corona-Vorgaben des Landkreises Friesland findet das Spiel als 2G-Plus-Veranstaltung (geimpft oder genesen + negativer Test) statt, wobei die Boosterung einen aktuellen Corona-Test ersetzt. Das eigentlich vor der Oberliga-Partie geplante Spiel SG Obenstrohe/Dangastermoor – HSG Neuenburg/Bockhorn (Anwurf 16 Uhr; Landesklasse WE Männer Nord) fällt aus. „Ich hoffe, dass wir aus der siebenwöchigen Pause gut herauskommen. Meine Spieler sind auf jeden Fall heiß auf das erste Punktspiel im neuen Jahr“, sagt Altjührdens Trainer Patrice Giron. „Wir müssen wachsam sein und dürfen Rotenburg nicht unterschätzen“, mahnt der SG-Coach. Dass die Gäste sehr guten Handball spielen können, bewiesen sie gleich am ersten Spieltag, als man mit dem 29:27-Heimsieg gegen die vor dem Saisonstart hoch gehandelte HSG Delmenhorst einen Überraschungscoup landete. Überzeugen konnte die Mannschaft von TuS-Trainer Nils Muche bislang vor allem in der heimischen Pestalozzihalle, wo man aus fünf Spielen 7:3-Punkte holte. Diese Bilanz hätte noch deutlicher sein können – wenn nicht bei einer deutlichen 26:14-Führung im Heimspiel gegen den TuS Haren ein großer Teil der Hallenbeleuchtung ausgefallen und die Partie in der 47. Minute vom Schiedsrichtergespann abgebrochen worden wäre. Im Wiederholungsspiel unterlag das Muche-Team den Emsländern trotz der 17 Treffer von TuS-Shooter Michel Misere überraschend 32:33. Auswärts läuft es hingegen bei den Wümmestädtern mit drei Niederlagen in drei Spielen noch nicht rund. „Tabellenplatz neun der Rotenburger ist nicht aussagekräftig, zumal die letzte Spiele aus dem November des vergangenen Jahres datieren“, sagt Giron. Dennoch hat Altjührdens Coach sein Team intensiv auf den kommenden Gegner vorbereitet. Nicht nur Michel Misere ist beim TuS für seine Torgefährlichkeit bekannt, auch Bruder Lukas Misere zählt mit 43 Toren in sieben Ligaspielen zu den Shootern der Oberliga Nordsee. Als Saisonziel haben die Rotenburger den Klassenerhalt ausgegeben, nachdem Kapitän und Kreisläufer Christian Hausdorf nach der letzten Saison von Bord gegangen und die eigenen dritte Mannschaft gewechselt ist. TuS-Coach Muche erwartet von seinen Spielern Leidenschaft. „Herzblut“ will er von seinen Schützlingen sehen. „Ich möchte, dass sie nach jedem Spiel zu 100 Prozent in den Spiegel gucken können. Die Jungs sollen gut performen und sich reinhauen“, sagt Muche. Das erwartet Giron auch von seinen Spielern. „Es kommt auf den Fokus an. Wir konzentrieren uns voll auf Rotenburg“, betont Giron. Personell kann er dabei wieder aus dem Vollen schöpfen. Kevin Langer ist nach seiner Fingerverletzung aus dem Vorbereitungsspiel gegen Drittligist OHV Aurich wieder einsatzbereit. „Ich bin mir sicher, dass meine Mannschaft alles geben wird“, sagt Giron und vertraut auf die eigene Heimstärke und die eigenen Fans als achter Mann. Das darf er auch, denn in allen vier Heimspielen ging die SG VTB/Altjührden als Sieger aus der Halle.