Altjührden – Die Oberliga-Handballer der SG VTB/Altjührden sind am Samstagabend vor 240 Zuschauern in der Manfred-Schmidt-Sporthalle in Altjührden gegen den TuS Rotenburg nicht über ein 25:25-Unentschieden hinausgekommen. Die Gastgeber verspielten dabei einen Sieben-Tore Vorsprung in der zweiten Hälfte (21:14, 39. Minute). Damit konnte die Mannschaft von SG-Trainer Patrice Giron ohne den erkrankten Kevin Langer die Vorlage von Titelaspirant TvdH Oldenburg – 25:31-Heimniederlage gegen HSG Delmenhorst am Freitagabend – nicht nutzen, um in der Tabelle auf den zweiten Platz zu klettern. Mit nunmehr fünf Minuspunkten rangiert die SG VTB weiter auf dem dritten Rang. Giron war nach Spielschluss noch ratlos, warum es für sein Team nur zu einem Punkt gereicht hatte. Nach einem hektischen Spielbeginn beider Mannschaften mit etlichen Fehlern auf beiden Seiten kam die SG VTB schneller als die Gäste in die Spur. Die 6:0-Deckung stand und ließ den Rotenburgern kaum Platz zur Entfaltung. Pech hatte der TuS nach wenigen Minuten, als sich Shooter Michel Misere bei einer Aktion eine Fingerverletzung zuzog, die ein Weiterspielen unmöglich machte. Mit sechs Toren in Folge brachten Renke Bitter (3), Markus Zindler, Kai Schildknecht und Patrick Prikryl Altjührden bis zur 20. Minute mit 10:5 in Führung. Diesen deutlich Vorsprung konnten die SG-Spieler bis zum Pausenpfiff noch um ein Tor auf 16:10 ausbauen. Im zweiten Durchgang konnte das Giron-Team die klare Führung zunächst noch verteidigen, doch deutete sich ein Umbruch im Spiel bereits an. In der Abwehr wurde nicht,mehr so kräftig zugepackt und in der Offensive warf man TuS-Keeper Yannik Kelm mit unplatzierten Würfen so richtig warm. „Vorne war bei uns die Auswahl und Ausführung von Würfen nicht gut genug“, ärgerte sich Giron. Auf der anderen Seite wurde Rotenburg immer mutiger. Vor allem Chris-Ole Brandt (6/1) und Lukas Misere (8) fackelten nicht lange und brachten den TuS Tor um Tor heran. Giron versuchte, mit einer offensiven 5:1-Deckung den Lauf der Gäste zu stoppen, doch auch das brachte nicht den erhofften Erfolg. Hoffnung keimte noch einmal bei den Fans auf, als Renke Bitter und Jan-Derk Janßen den Vorsprung noch einmal wieder auf 24:21 ausbauten (52.). Ab diesem Zeitpunkt spielten dann fast nur noch die Gäste. Dreimal Lukas Misere und Daniel Barkholdt münzten den Rückstand in eine 25:24-Führung um (59.). Bitter als bester SG-Schütze markierte mit seinem sechsten Treffer schließlich den 25:25-Endstand. Anschließend verpasste Rotenburg noch gute Gelegenheiten zum Siegtreffer. „Beim Umschalten von Angriff auf Abwehr waren wir heute zu langsam“, resümierte Giron.