Wer holt den Pokal? Anker Cup startet mit Top-Teams in Altjührden
Varel – Die Vorfreude auf den zweiten Anker Cup an diesem Wochenende in der Manfred-Schmidt-Sporthalle in Altjührden ist riesengroß. Organisator Anker Sportmanagement hat alles in die Wege geleitet, um den Mannschaften und Zuschauern am Samstag, 16. August, und Sonntag, 17. August, ein Handballturnier vom Feinsten zu bieten. „Wir hoffen, dass wir ein paar Learnings aus dem 1. Jahr gezogen haben. Wir verfolgen weiterhin das Ziel, den Anker Cup zu einer echten Adresse im Vorbereitungsplan der anderen Mannschaften zu werden“, sagt Christoph Deters, Geschäftsführer Anker Sportmanagement.
Durch die lange Zeit unklare Aufstiegssituation und den unterschiedlichen Startpunkten der 3. Liga und Regionalliga (die 3. Liga startet drei Wochen früher) war der Turnierveranstalter in den Planungen etwas gezwungen, auf das späte Datum zu gehen. „Ich denke, wir haben wieder ein interessantes Teilnehmerfeld zusammenstellen können“, sagt Deters. So treffen in der Gruppe A Gastgeber HSG Varel (3. Liga), SG Achim/Baden (Oberliga-Meister und Regionalliga-Aufsteiger) und TV Cloppenburg (Regionalliga) aufeinander. In der Gruppe B spielen Drittligist OHV Aurich, Hurry Up Zwartemeer (1. Liga Niederlande) und Regionalliga-Aufsteiger HSG Grüppenbühren/Bookholzberg um den Gruppensieg.
Im Eröffnungsspiel an diesem Samstag um 12 Uhr bestreiten die HSG Varel und die SG Achim/Baden. Die weiteren Spiele des Tages im Überblick: HurryUp Zwartemeer – HSG Grüppenbühren/Bookholzberg (13.30 Uhr), TV Cloppenburg – SG Achim/Baden (15 Uhr), OHV Aurich – Hurry Up Zwartemeer (16.30 Uhr), HSG Varel – TV Cloppenburg (18 Uhr), HSG Grüppenbühren/Bookholzberg – OHV Aurich (19.30 Uhr). An diesem Sonntag, der Finaltag, startet das Spiel um den fünften Platz um 11 Uhr. Das kleine Finale um den dritten Platz beginnt um 13.30 Uhr. Das Endspiel um den Turnierpokal wird um 15.30 Uhr angepfiffen. Während die Spielzeit in der Gruppenphase jeweils 2 x 20 Minuten beträgt, finden die Partien am Finaltag jeweils über 2 x 30 Minuten statt. „Mal schauen, wer sich am Ende als Turniersieger durchsetzen kann. Der OHV Aurich hat sich im Vorfeld bereits in Stellung gebracht. Ich denke, der Turniersieg geht nur über unsere Nachbarn“, sagt Deters.
Für das leibliche Wohl an beiden Tagen ist gesorgt. Die Mannschaft der HSG Varel backt Kuchen und der Caterer versorgt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit Bratwurst und Pommes.
Für Drittliga-Aufsteiger HSG Varel ist die Saisonvorbereitung noch im vollen Gange. HSG-Trainer Arek Blacha hat fünf neue Spieler in sein handballerisches Konzept zu integrieren. „Das wird noch Zeit brauchen, damit alle Automatismen verinnerlicht sind. Ich nehme wahr, dass alle hart und ehrgeizig arbeiten, das gefällt mir“, betont Deters als Sportlicher Leiter. Die Mannschaft habe zudem die Neuzugänge gut aufgenommen, das helfe dem Teamzudem weiter. „Ich denke, wir sind auf einem guten Weg und bleiben trotz der Erfolge in den Testspielen bescheiden und wissen, woran wir sind und was wir machen wollen. Unsere Staffel ist ein Brett, da freuen wir uns drauf und parallel wissen wir, was wir leisten müssen, um uns weiterhin für diese Liga zu qualifizieren“, sagt Deters.
Kurzportraits der Turniermannschaften:
OHV Aurich:
Nach Platz sechs in der vergangenen Drittliga-Saison will der OHV Aurich jetzt in der Nord-West-Staffel ganz oben angreifen. So soll die Staffelmeisterschaft oder mit Platz zwei zumindest die Qualifikation für die Aufstiegsrunde am Ende herausspringen. Um das hoch gesteckte Ziel zu erreichen, verpflichtete das Team von OHV-Trainer Sven Suton gleich sieben neue Spieler.
Hurry Up Zwartemeer:
Die Handballer von Hurry Up Zwartemeer spielenseit Jahren auf höchstem Niveau in der Super Handball League (bis 2024 als BENE-Liga bekannt) der Niederlande und Belgiens. In der vergangenen Saison erreichte die Mannschaft von Trainer Sven Hemmes, der seinen Vertrag bis 2027 verlängerte, den zehnten Tabellenplatz. Auch in der kommenden Saison will Hurry Up wieder für Furore sorgen.
SG Achim/Baden:
Die SG Achim/Baden sicherte sich in der abgelaufenen Spielzeit souverän mit 43:9-Punkten die Meisterschaft in der Oberliga Nord und den Aufstieg in die Regionalliga. Die Mannschaft von SG-Trainer Florian Schacht bestach durch mannschaftliche Geschlossenheit und präsentierte sich als eingeschworene Einheit. Saisonziel ist der Klassenerhalt.
HSG Grüppenbühren/Bookholzberg:
Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg war in der Oberliga Nord sicherlich eine der Überraschungsmannschaften der letzten Saison. Angepeilt wurde vor Saisonbeginn Platz drei bis sechs, herauskam mit Platz zwei die Vizemeisterschaft und der Aufstieg in die Regionalliga Nord. „Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet“, sagt HSG-Trainer Stefan Buß, der ein Team geformt hatte, das mit nur 692 Gegentreffern die beste Abwehr der Liga stellte.
TV Cloppenburg:
„Wir wollen in der Regionalliga-Saison 2025/26 besser dastehen wie zuletzt als Neunter und zeigen, dass dieses Team nicht in die Tabellenregion gehört, in der wir letztes Jahr gelandet sind“, sagt Bence Lugosi, neuer Cheftrainer der Cloppenburger. Um dieses Ziel zu erreichen, verpflichtete der TVC u.a. den serbischen Rückraumspieler und Spielgestalter Dejan Karan (zuletzt Hordur/Island) sowie den portugisischen Kreisläufer Tomás Chicharro (Dom Fuas AC/Portugal).


